Diskussion über Grundeinkommen

Geschrieben von Daniel am on 31. Januar 2007

Im WDR wird gerade über Grundeinkommen inklusive Interview mit nicht unbekannten der Szene… berichtet. Was soll ich lang reden: selber lesen, am Besten HIER, und HIER.
Vielleicht sollt ich mir doch noch nen Fernseher kaufen, damit ich den WDR mit GEZ Gebühren für solche Aktionen belohnen kann…

Nun will ich aber doch noch ein paar Worte zum Thema verlieren:

Ich beschäftige mich nun schon länger damit und bin mir sicher, dass
1. Grundeinkommen eine Lösung für viele Probleme ist, und dass
2. Grundeinkommen von vielen grundsätzlich falsch verstanden wird.

Zumindest fehlt es den bisher vorgeschlagenen Modellen der verschiedenen Parteien an den grundlegenden Ansätzen zum Thema - mal ganz davon abgesehen, dass es mehr als das Götz Werner Modell gibt (siehe brand eins zum Beispiel ausgewählte Artikel aus 2/2006 oder 1/2007…)

Zurück zum Thema: In dem WDR Beitrag wird dargestellt, dass die CDU (Bürgergeld), die Grünen (Grüne Grundsicherung) und auch die FDP (Liberales Bürgergeld) ein Grundeinkommenskonzept ausgearbeitet haben. Alle drei gehen aber weiterhin von einem einkommenssteuerfinanziertem Modell aus und übersehen oder unterschlagen damit einem wichtigen Punkt der “Wie isses finanzierbar + bringt wirkliche Vorteile” Diskussion, die Konsumsteuer. Weg von der Einkommenssteuer, hin zur Konsumsteuer!

Die “vorgeschlagenen” Modelle stellen somit einen großen Schritt zum Beispiel im Bezug auf Bürokratieabbau dar, gehen aber nicht weit genug, um etwas von dem Gedanken Grundeinkommen zu vermitteln. Ein wesentlicher Faktor in allen Grundeinkommenmodellen (die ich kenne) ist die Idee, dass selbst der Millionär Grundeinkommen bekommt, weil sonst viele sagen “brauch ich nicht” und wir (bis auf weniger Bedürftigkeitsprüfung) wieder dort wären wo wir jetzt sind!

Ich hoffe meine Kritik ist einigermaßen rübergekommen und bitte um Feedback zu diesem “Meinungsausschnitt”. Ein sehr schwieriges Thema und wie ich finde noch viel schwieriger zu formulieren als zu denken…

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